Methode

Kosten-Nutzen-Analyse

Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung kann vorgenommen werden, um bestimmte Maßnahmen dort einzusetzen, wo sie den größten Mehrwert schaffen.

Komplexität
mittel
Handlungsfeld

Einleitung

Bei der Kosten-Nutzen-Analyse handelt es sich um einen Prozess der bei der Entscheidungsfindung zum Einsatz konkreter Systeme, wie unteranderem KI-Systeme (z.B. automatisierte Qualitätskontrolle oder FAQ-Chatbots) durch eine wirtschaftliche Bewertung unterstützen soll. Bei dieser Methode werden alle entscheidenden Faktoren zum Nutzen/ Mehrwert sowie den dazugehörigen Kosten identifiziert, um anschließend die Kosten vom Nutzen zu subtrahieren. Auf Basis des Ergebnisses kann dann eine valide Entscheidung zur Durchführbarkeit und/oder Zweckmäßigkeit des Projekts getroffen werden.

Die Kosten für den Einsatz von neuen Systemen im Unternehmen können je nach Anwendungsfall, digitalem Reifegrad und vorherrschenden Rahmenbedingen (z.B. Ressourcenverfügbarkeit oder Komplexität des Anwendungsfalls) stark variieren.

So wird's gemacht

Zur Durchführung einer Kosten-Nutzen-Analyse eignen sich Tabellenkalkulationsprogramme. Die Methode folgt folgende sechs Schritte, die je nach Bedarf angepasst werden können:

  1. Konkrete Definierung der Problem- und Zielstellung
  2. Ermittlung aller materieller und immaterieller Kosten per strukturierter Liste
  3. Analyse des zu erwartenden Nutzens
  4. Wirtschaftlichkeitsberechnung (z.B. durch Vergleich der erwarteten Einsparungen/Gewinne mit den Investitionen)
  5. Risikobewertung (z.B. technische Risiken, Mitarbeitendenakzeptanz oder regulatorische Risiken)
  6. Abschießende Entscheidungsfindung & ggf. Umsetzung

Wichtig ist es sich dabei im Klaren zu sein, dass die Durchführung einer Kosten-Nutzen-Analyse häufig nur auf Schätzwerten basiert. Ein erwartbarer Mehrwert beispielsweise vom KI-Einsatz sind vor allem:

  • Kundenzufriedenheit durch Optimierung von Serviceabläufen
  • Erleichterung von Kommunikationsabläufen
  • Arbeitszufriedenheit bei verkürzten Bearbeitungszeiten und Arbeitsabläufe
  • Einsparung von Produktionsmitteln
  • Qualitätssteigerung durch Reduzierung von Fehlproduktionen

Um den Nutzen/ Mehrwert möglichst realistisch abzubilden, sollte dieser vorab dem notwendigen Aufwand gegenüber abgewogen werden. Mögliche Aufwandseinschätzungen für den KI-Einsatz sind:

  • Erfassung des IT-Infrastruktur IST-Standes inkl. Abschätzung des Integrationsaufwandes
  • Ggf. Erweiterung der Hardware- und Infrastruktur (z.B. Anschaffung von Rechensysteme, Sensorik, Lizenzgebühren etc.)
  • Identifizierung des betroffenen Personals inkl. Schulungsmaßnahmen
  • Datenerfassung in benötigter Qualität
  • Abschätzung gesetzlicher Verordnungen beim Einsatz von KI (z.B. EU KI-Verordnung)
  • Wartungsbedarf nach Implementierung der KI
  • Weitere zu berücksichtigende Faktoren sind indirekte Kosten, wie z.B. erhöhter Stromverbrauch.

Weitere Informationen sind in den angebenen Links zu finden, damit kann eine Kosten-Nutzen-Analyse für den KI-Einsatz vorbereitet werden.

Tipp

Referenzen

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Inhalte dieser Seite sind im Rahmen des Forschungsprojektes „Künstlich Menschlich Intelligent” (KMI) mit Förderkennzeichen: 02L19C500 entstanden.
Erstveröffentlichung: KMI (2025). KMI Digital Index Beta. Toolbox. Kosten-Nutzen-Analyse für KI-Methoden Methode. Letzter Zugriff: 09.07.2026