Methode

Strategiekarte zur Visualisierung von Unternehmenszielen

Alle unternehmensrelevanten Ziele werden zusammengetragen und in ihrer gegenzeitigen Wechselwirkung grafisch dargestellt.

Komplexität
gering
Handlung
Handlungsfeld

Einleitung

Für die Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie bietet sich als Ausgangsbasis eine Strategiekarte (eng. Strategy Map) als grafisches Werkzeug an, das während des strategischen Planungsprozesses erstellt wird. Hierbei werden die unternehmensrelevanten Ziele und deren wechselseitigen Beziehungen- in Form von Pfeilen - übersichtlich dargestellt. Die Karte wird oft im Zusammenhang mit der Balanced Scorecard (BSC) genutzt, um die Unternehmensstrategie klar zu kommunizieren und eine Brücke zwischen den strategischen Zielen und operativen Maßnahmen zu schlagen. Dabei dient die Karte als primäres Referenzmaterial während regelmäßiger Strategiekontroll- und Überprüfungssitzungen.

Klassischerweise bildet die Karte vier unterschiedliche Perspektiven ab, die hinsichtlich ihrer Zusammenhänge bzgl. der übergeordneten Unternehmensziele beleuchtet werden. Diese umfassen Finanzen, Kunden, interne Prozesse und Potentiale/ Wachstum. Die genannten Perspektiven kann man sich als vier Bausteine vorstellen, wobei jede Perspektive eine Hebelwirkung auf, die darüber liegende hat: Einen Mehrwert, den die Karte hier bieten kann, ist das Beleuchten von Zusammenhängen aber eben auch Widersprüchen. Was sie wiederum nicht bieten kann, ist es eine konkrete Aussage zur Zielerreichung.

So wird's gemacht

Strategiekarten sind für alle Unternehmensgrößen anwendbar, wobei großen Unternehmen aufgrund ihrer Komplexität angeraten wird mehrere Karten entsprechend der Geschäftsfelder zu erstellen. Im Idealfall wird die Karte von einem Team erstellt, welches über tiefe Einblicke in den jeweiligen Abteilungen verfügt.

Zur Erstellung einer Strategiekarte sind folgende Schritte notwendig:

  1. Formulierung einer Unternehmensvision
    Ausgangspunkt aller weiteren Schritte
  2. Formulierung einer Strategie
    Mittels folgenden Fragen: Welche Aktivitäten sind notwendig, um die gewünschte Zukunft zu erreichen? In welchen Bereichen muss man sich auszeichnen? Welche Hebel müssen betätigt werden, um den Wandel voranzutreiben? Und vor allem: Wie werden sich die von gewählten Aktivitäten, von denen der Konkurrenten unterscheiden?
  3. Erstellung der Strategiekarte
    Hierfür sind präzise Zielaussagen zu den vier Perspektiven (Finanzen/ Kunden/ Interne Prozesse & Wachstum) zu formulieren. Wichtig ist die Konzentration auf die wesentlichsten Faktoren.

    Beispiel: 1. Finanzperspektive: Umsatzwachstum → höhere Gewinnmarge 2. Kundenperspektive: Kundenzufriedenheit steigern → Kundenbindung verbessern 3. Interne Prozesse: Effizienz in der Produktion erhöhen → Kosten senken 4. Potenziale & Wachstum: Mitarbeiterkompetenzen entwickeln → Innovation fördern

Referenzen

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Inhalte dieser Seite sind im Rahmen des Forschungsprojektes „Künstlich Menschlich Intelligent” (KMI) mit Förderkennzeichen: 02L19C500 entstanden.
Erstveröffentlichung: KMI (2025). KMI Digital Index Beta. Toolbox. Strategy Maps zur Visualisierung von Unternehmenszielen Methode. Letzter Zugriff: 09.07.2026